american-heating-air

Eine weitere WordPress-Website

Allgemein

Verdauungsprobleme? Verstopfung, Blähung und Durchfall natürlich behandeln

Ursachen von Verdauungsproblemen

Probleme mit der Verdauung stehen in den meisten Fällen im Zusammenhang mit der Ernährung. Aber auch Stress oder Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt können die Ursache sein. Die folgenden Faktoren beeinflussen die Verdauung:

  • falsche Essgewohnheiten (zu viel, zu schnell, zu süß, zu fettig, zu künstlich)
  • Nahrungsmittelintoleranzen wie z.B. Laktose-, Fruktose-, Histamin- oder Glutenintoleranz
  • psychische Faktoren wie Stress, Unruhe, Angst etc.
  • Bewegungsmangel
  • Magen- oder Darmerkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus
  • Darmparasiten
  • Medikamenteneinnahme (v.a. Antibiotika)

Es ist nicht immer leicht, die Ursache für Verdauungsbeschwerden schnell ausfindig zu machen. Als ersten Schritt bei akuten, immer wieder kehrenden oder chronischen Beschwerden solltest du zum Arzt gehen, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

Selbsthilfe bei Verdauungsproblemen

Nicht immer ist bei Verstopfung oder Durchfall sofort der Gang zum Arzt notwendig. Sehr oft bessern sich die Beschwerden nach kurzer Zeit von selbst. Mit natürlichen Maßnahmen und bewährten Hausmitteln kannst du die Genesung unterstützen. Wenn dies nach einigen Tagen nicht den gewünschten Effekt zeigt, dann bitte ab zum Arzt!

Hilfe bei Blähungen und Krämpfen

Folgende Heilpflanzen beruhigen den Magen-Darm-Trakt, lösen Krämpfe und mildern Blähungen. Man kann sie in Form von Tees, Tinkturen oder Pulver (z.B. Kapseln) zu sich nehmen:

  • Anis
  • Fenchel
  • Kümmel
  • Kamille
  • Pfefferminz
  • Arnikawurzel
  • Wermut

Weitere Maßnahmen für akute Beschwerden

  • Sanfte, kreisende Bauchmassage im Uhrzeigersinn mit Fenchel- oder Kümmelöl
  • Wärmeflasche auflegen

Langfristige Maßnahmen gegen Blähungen

  • Halte zwischen den Mahlzeiten Abstände von mindestens 4-5 Stunden ein und iss keine zu großen Portionen.
  • Kaue dein Essen gründlich. Das erleichtert den Verdauungsorganen die Arbeit. Iss in Ruhe und nimm dir Zeit. Nie im Stress essen.
  • Meide große Mengen blähender Nahrungsmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebel, Knoblauch, Dörrobst und unreifes Obst.
  • Achte auf genügend Flüssigkeitszufuhr. Etwa 2 Liter stilles Quellwasser ist ideal. Trinke nicht direkt zu den Mahlzeiten, denn dadurch verdünnst du die Verdauungssäfte. Eine halbe Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Essen trinken.
  • Meide kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol und zu viel Kaffee.
  • Bewegung hilf, die Gase hinaus zu befördern.
  • Kaufe wenn möglich Bio-Lebensmittel, sie enthalten nachweislich viel weniger Schadstoffe als konventionelle Ware.
  • Da psychische Stressoren fast immer auf die Verdauung schlagen, kann es sehr hilfreich sein, Entspannungstechniken wie autogenes Training und progressive Muskelrelaxation nach Jacobson zu erlernen. Qi Gong, Tai-Chi, Yoga oder Shiatsu beeinflussen das vegetative Nervensystem ebenfalls äußerst positiv.
  • Eine richtig durchgeführte Darmsanierung in Kombination mit Heilfasten kann den Verdauungstrakt nachhaltig regenerieren und die Darmflora stärken. Wir bieten eine kostenlosen Leitfaden zur Darmsanierung an, mit dem schon viele Menschen erfolgreich ihre Verdauung verbessert haben. Hier kannst du den Leitfaden downloaden: Leitfaden zur Darmsanierung

Hilfe bei Durchfall

Am wichtigsten ist der Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes. Auch Mineralsalze sollten in Form von Basensalzen zugeführt werden. Die meisten elektrolythaltigen Lösungen enthalten Unmengen an Zucker oder Süßstoffe und sind daher genauer unter die Lupe zu nehmen. Etwas Zucker ist allerdings sogar zu empfehlen, aber da reicht ein verdünnter Apfelsaft völlig.

In der Naturheilkunde gibt es einige Pflanzen und Hausmittel, die erfolgreich bei Durchfall eingesetzt werden. Dazu gehören:

  • Heidelbeeren getrocknet (z.B. von Sonnentor) oder Heidelbeermuttersaft
  • Brombeerblätter als Tee
  • Kamillentee wirkt beruhigend und entzündungshemmend
  • Schwarztee: Die enthaltenen Tannine (Gerbstoffe) beruhigen den Darm und wirken stopfend. Sie haben außerdem eine antibakterielle und leicht schmerzlindernde Wirkung.
  • Flohsamenschalen nehmen im Darm die Giftstoffe auf, die für den Durchfall verantwortlich sein können und binden zudem die Flüssigkeit. 2 Teelöffel in ¼ Liter Wasser einrühren und gleich trinken, bevor sie aufquellen. 3 Mal täglich trinken.
  • Heilerde bindet ebenfalls Giftstoffe und hemmt Keime. 1 Teelöffel in ¼ Liter Wasser einrühren und schluckweise trinken. 3 Gläser über den Tag verteilt trinken. Man kann die Heilerde auch mit den Flohsamenschalen mischen und in einem trinken.
  • Kohletabletten verringern durch ihre aufsaugende Wirkung in kurzer Zeit die häufigen Darmentleerungen. Sie binden außerdem Gase, Schadstoffe, Bakterien und deren Gifte.
  • Karottensuppe: Gekochte Karotten enthalten Stoffe, die ein Anhaften von Keimen an der Darmwand verhindern und diese zur schnelleren Ausscheidung bringen. 500 g Karotten pro Tag sind ideal. Einfach die Karotten in Wasser eine Stunde kochen, dann mit der gewünschten Menge Wasser und etwas Natursalz pürieren. Über den Tag verteilt löffeln
  • Gelatinetannat bei Durchfall

    Bei akutem oder wiederkehrendem Durchfall können Produkte, die auf Basis von Gelatinetannat – einem innovativen Inhaltsstoffkomplex – arbeiten, sehr gute Hilfe leisten. Das zeigen verschiedene klinische Studien, die den Einfluss des Gelatinetannats auf die Darmgesundheit untersuchten. Der Wirkstoff legt sich wie ein Schutzfilm auf die Darmwand und verbindet sich mit den Proteinen der Schleimhaut. Diese Schutzschicht verhindert, dass sich weitere Toxine und entzündliche Proteine im Darm ansammeln. Gleichzeitig verdichtet sich die Darmwand, es gehen weniger Wasser und Elektrolyte verloren. Infolgedessen nehmen die Symptome binnen zwölf Stunden merklich ab.

    Wichtig: Wenn Kleinkinder akuten und länger andauernden Durchfall haben ist damit nicht zu spaßen, denn der enorme Flüssigkeitsverlust kann gefährlich werden. Der Gang zum Arzt ist hier viel früher zu empfehlen als bei Erwachsenen.

    Hilfe bei Verstopfung

    Wenig Bewegung macht nicht nur den Körper, sondern auch den Darm träge. Darum sei gleich zu Beginn gesagt: Bewegung jeglicher Art aktiviert den Darm und fördert die Verdauung. Außerdem sind die folgenden Tipps bei Verstopfung sehr hilfreich:

    • Kaffee regt die Darmtätigkeit an und kann sowohl bei akuter Verstopfung helfen als auch bei einem chronisch trägen Darm. Wenn es der Magen verträgt, kann ein schwarzer Kaffee am Morgen rasch den erwünschten Stuhlgang herbeiführen. Nach einer reichhaltigen Mahlzeit kann ein Espresso mehr für eine gute Verdauung tun als der obligatorische Verdauungsschnaps.
    • Ballaststoffe beschleunigen die Verdauung. Sie befinden sich in großen Mengen in Obst und Gemüse, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten. Spezielle Ballaststoffe, die sogenannten Präbiotika, sind zudem Futter für unsere guten Darmbakterien und sollten regelmäßig konsumiert werden. Sie sind z.B. enthalten in Pastinaken, Spargel, Chicorée, Zwiebel, Topinambur, Hafer und Roggen.
    • Die Quellstoffe von Leinsamen regen die Darmtätigkeit an. Du kannst sie frisch geschrotet in Smoothies, Müsli oder Joghurt einrühren. Wichtig ist in jedem Fall, dass du mindestens 2 Liter pro Tag trinkst, damit die Ballaststoffe im Darm aufquellen können.
    • Flohsamenschalen enthalten auch viele Quellstoffe und mit viel Flüssigkeit (2 TL auf ½ Liter) am Morgen auf nüchternen Magen getrunken, beschleunigen sie die Verdauung. Wenn man sie in weniger Wasser einrührt wirken sie gegen Durchfall, da sie dann die Flüssigkeit im Darm binden.
    • Pflaumensaft und Sauerkrautsaft kurbeln die Verdauung an.
    • Apfelessig am Morgen auf nüchternen Magen ist ebenfalls ein altes Hausmittel gegen Verstopfung. 2 Esslöffel Bio-Apfelessig in 300 ml Wasser geben und wenn gewünscht einen Teelöffel Bio-Honig einrühren. Dieses Getränk heißt Oxymel und schmeckt sehr gut.
    • Abführmittel wenn nichts mehr geht: Wenn die genannten Maßnahmen nicht zum gewünschten Ergebnis führen, können kurzzeitig auch Abführmittel eingesetzt werden. Natürliche Mittel wie Sennesblätter, Faulbaumrinde (beides in herkömmlichen Abführtees in der Apotheke erhältlich), Rizinusöl oder Bittersalz eignen sich dazu sehr gut.
    • Hilfe bei Reizdarmsydrom

      Bei einem Reizdarmsyndrom können alle genannten Symptome parallel auftreten. Schätzungsweise 12 Millionen Deutschen macht diese Erkrankung zu schaffen.

      Die häufigsten Symptome bei Reizdarmsyndrom (RDS)

      Betroffene des Reizdarmsyndroms leiden unter einer Vielzahl von Symptomen, die sich abwechseln können. Ein ungesunder Lebensstil verbunden mit Stress und schlecht verträglichen Nahrungsmitteln können die Beschwerden verschlimmern. Zu den Symptomen zählen:

      • Bauchschmerzen, Unwohlsein:
        Krampfartige Schmerzen, Völle- und Druckgefühl im Bauchbereich
        Generell erhöhtes Schmerzempfinden im Darm gegenüber mechanischen Reizen wie Luftansammlungen, großvolumigen Stuhlmengen
      •  Abweichungen der Stuhlgewohnheiten
        • Durchfall – häufiger und weicher Stuhlgang
        • Verstopfung – erschwerter Stuhlgang (normal wäre mind. 3 Mal pro Woche); Beschwerden bei der Darmentleerung: Schmerzen, lange Dauer und das Gefühl den Darm nicht vollständig entleeren zu können
        • Mischformen von Durchfall & Verstopfung oft auch mit plötzlichem Stuhldrang
      • Blähungen
        Unangenehm aufgeblähter Bauch, Unwohlsein
      • Schmerzausstrahlung bis ins kleine Becken und in den Rücken hinein
      • Müdigkeit und Erschöpfung
      • Behandlung von Reizdarmbeschwerden

        Auffällig beim Krankheitsbild des RDS ist die vorübergehende Besserung nach erfolgtem Stuhlgang. Zur Linderung der Symptome eines Reizdarmsyndroms gibt es eine Bandbreite an Therapieoptionen:

        • Eine Frau beim Yoga in der NaturErnährungsumstellung/diätetische Maßnahmen (Weglassen von Zuckern und einfachen Kohlenhydraten, Ernährungstagebuch führen – was vertrage ich, was nicht?). Das kannst du mit einem Ernährungstagebuch machen oder du kannst gemeinsam mit dem Arzt eine geeignete Diät besprechen. Manchen Betroffenen hilft zum Beispiel eine Ernährung, die wenig FODMAPs enthält (bestimmte kurzkettige Kohlenhydrate und Alkohole, die bei manchen Menschen Darmbeschwerden auslösen). Regelmäßiger Sport und ausreichend Schlaf wirken sich oft positiv aus. Probiotika können ebenfalls in manchen Fällen hilfreich sein.
        • Tees aus Pfefferminze, Melisse, Kümmel, Anis, Baldrian, Kamille, Ingwer
        • Einnahme von Fertigarzneimittel mit Kümmel-, Fenchel, Pfefferminzextrakten, Kurkuma
        • Autogenes Training, Entspannungsübungen: Hast du viel Stress? Dann können Entspannungstechniken oder eine Umstellung deines Lebensstils oft helfen. Leidest du vielleicht sogar unter Depressionen oder einer Angsterkrankung? Dann kann es sich lohnen, diese zuerst anzugehen. Manchmal verbessern sich die Symptome des Reizdarms, wenn ein verstärkender Faktor wegfällt.
        • Sport, ausreichend Schlaf, Stressvermeidung
        • Beim Verstopfungstyp des Reizdarmsyndroms RDS können Abführmittel eingesetzt werden. In diesem Artikel findest du umfangreiche Informationen zum Thema Darmentleerung. Hier erhältst du unseren umfangreichen Leitfaden zur Darmsanierung.
        • Beim Durchfalltyp können Durchfall-Stopp-Medikamente verwendet werden.
        • Fühlst du dich ärztlich nicht gut betreut, suche dir einen medizinischen Ansprechpartner, der auf dich eingeht. Dein Arzt sollte dich beraten, wie du Symptome lindern kannst und mit dem Reizdarm besser umgehen kannst. Bedenke dabei aber, dass eine effektive Behandlung oder gar Heilung leider auch einem sehr guten Arzt oft nicht möglich ist. Stattdessen gilt hier als Devise: Gemeinsam nach Auslösern und Verstärkern suchen, akute Beschwerden lindern und für mehr Lebensqualität sorgen.

LEAVE A RESPONSE

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You Might Also Like